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Muskatnuss
Ursprünglich ist der Muskatnussbaum (Myristica Fragranz) in Indonesien beheimatet. Mittlerweile wird er in vielen tropischen Gebieten angepflanzt. Der fälschlicherweise als Nuss bezeichnete braune Samen der blassgelben Früchte kommt zum Vorschein, wenn die Frucht reif ist. Dieser Samen wird getrocknet und gekalkt und dient gemahlen als Gewürz. In hohen Dosen (5 bis 30 g) kann Muskatnuss berauschend sein. So hat etwa Malcolm X in seiner Autobiographie die Verwendung von Muskatnuss als Droge bei Mithäftlingen im Gefängnis beschrieben.
Myristricin, Elemicin und Safrol sind die psychoaktiven Bestandteile der Muskatnuss. Die berauschenden Effekte haben halluzinogenen Charakter und können sehr unterschiedlich in ihrer Intensität sein. Leichte Bewusstseinsstörungen bis hin zu starken Halluzinationen, die mit verändertem Raum- und Zeitgefühl einhergehen, sowie Euphorie, Benommenheit und Sprachstörungen können eintreten.
Zudem sind weitere unangenehme Reaktionen bei Muskatnuss-Konsum bekannt. Im Rausch kann es zu Herzrasen, Magenschmerzen und Mundtrockenheit kommen. Wie bei allen Halluzinogenen besteht die Gefahr von Angstzuständen und Panikattacken unter Einfluss der Substanz. Auch Vergiftungserscheinungen wie Übelkeit und Erbrechen, ein ausgeprägter „Kater“ mit Kopfschmerzen und ein allgemeines Krankheitsgefühl zählen zu den (Nach-)Wirkungen.
Der Inhaltsstoff Safrol gilt als krebserregend und sehr schädlich für die Leber.
....gefunden im Drogenlexikon
Wikipediasagt dazu:
Verwendung der Muskatnuss:
Muskatnuss mit innerer Schale, Macis und Frucht MuskatnussMuskatnuss wird hauptsächlich als Gewürz oder Oleoresin, aber auch als Rauschmittel verwendet. In der Volksmedizin gilt sie als Aphrodisiakum und als Hypnotikum.
Verwendung in der Küche:
In der Küche wird normalerweise frisch geriebene Muskatnuss verwendet, da ihr Aroma leicht flüchtig ist. Das Gewürz wird in Suppen und Eintöpfen, in Feingebäck und häufig auch in Fleischgerichten wie Frikadellen und Schweinebraten verwendet. Es eignet sich auch ausgezeichnet als Würzmittel für Blumenkohl, Kohlrabi und Pastinaken. Aus dem gelb-orangenen Fruchtfleisch wird Muskatnuss-Gelee und Muskatnuss-Sirup gekocht, der zu Pfannkuchen gegessen oder für Cocktails verwendet wird.
Muskatöl spielt eine wichtige Rolle in der Lebensmittelindustrie. Gegenüber der Verwendung gemahlener Muskatnüsse bietet das Öl verschiedene Vorteile: Einerseits ist es wegen der standardisierten Würzkraft besser dosierbar und auch besser haltbar; andererseits birgt es keine Risiken wegen möglicher Aflatoxin-Kontamination. Es wird als natürliches Geschmacksmittel in Backwaren, Sirupe, Getränken und Süßigkeiten verwendet.
Verwendung in der traditionellen Heilkunde:
In der traditionellen Medizin werden Muskatnuss und Muskatnussöl für Krankheiten des Verdauungssystems verwendet.
In Indien wird eine Salbe aus Muskatnusspulver und Wasser hergestellt, die Hautleiden wie Ekzeme oder Flechten lindert.
Sonstige Anwendungen:
In der Homöopathie verwendet man Muskatnuss (D3, D4) bei akuter Gastritis, Magenverstimmung, nervösen Beschwerden und Wahrnehmungsstörungen.
Ätherisches Muskatöl wird als Aromastoff in Zahnpasten und als Geschmackskorrigens in Medikamenten genutzt. In der Parfümerie wird es oft herb-würzigen Männerparfümen zugesetzt.
Muskatnussbutter kann nach Abtrennen des ätherischen Öls als Ersatz für Kakaobutter dienen oder gemeinsam mit anderen Fetten wie beispielsweise Baumwollsamenöl oder Kokosnussöl verwendet werden. Muskatnussbutter wird in Indien aus minderwertigen Samen gewonnen; man stellt daraus Kerzen, Zahnpasten, Seife und Parfum her.
Vergiftungserscheinungen:
Vergiftungserscheinungen können bei einem erwachsenen Menschen bereits dann auftreten, wenn er 4 Gramm Muskatnuss zu sich genommen hat. Typische Vergiftungserscheinungen sind Kopfschmerzen, Übelkeit, Gleichgewichtsstörungen, Rauschzustände mit Halluzinationen. Als Rauschmittel hat Muskatnuss kein besonders hohes Suchtpotential, da eine der vielfältigen Nachwirkungen eine häufig vorkommende Aversion gegen den Geschmack von Muskatnuss ist. Safrol wirkt mutagen und im Tierversuch karzinogen. Bei Kleinkindern kann bereits der Verzehr einer einzigen Muskatnuss zu lebensgefährlichen Vergiftungserscheinungen führen.
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Jiaogulan - Frauenginseng
(Gynostemma pentaphyllum)
Es wirkt wie Ginseng - aber besser als Ginseng Ein wiederentdecktes Heilkraut aus China und Japan mit Ginseng-Wirkung!
Die frühesten Aufzeichnungen aus China datieren um das Jahr 1400 n.Christus. Ein Aufguß aus den süß-herb schmeckenden Blättern wird seit Jahrhunderten in den bergigen Regionen Südchinas verwendet als ein belebender, verjüngender, täglich getrunkener Tee. Der in dieser Gegend übliche Name „Xiancao“ heißt soviel wie „Kraut der Unsterblichkeit“, und die Leute dort sagen: „Es wirkt wie Ginseng, aber besser als Ginseng!“
In der Provinz Guizhou wird der überdurchschnittliche Anteil an über 100jährigen auf den dort verbreiteten, regelmäßigen Genuß von Jiaogulan-Tee zurückgeführt. In Japan heißt die Pflanze „Amachazuru“, das heißt soviel wie „süße Tee-Ranke“, und ist auch dort als Tee- und Gemüsepflanze bekannt. Dort wurden erst 1976 - eigentlich rein zufällig - bei der wissenschaftlichen Untersuchung als Kandidat für ein neues kalorienarmes Süßungsmittel in Jiaogulan die gleichen Substanzen entdeckt, für die Ginseng berühmt geworden ist: Die Ginsenoside.
Seit einigen Jahren wird dieses Kraut aber nicht nur in China und Japan sondern auch in den USA zunehmend beliebter als preisgünstige Alternative zu Ginseng. Die Inhaltsstoffe sind ja tatsächlich zum Teil mit denen von Ginseng identisch. Und Jiaogulan enthält sogar noch eine eigene Klasse von Saponinen, die sogenannten Gypenoside, die hauptsächlich für die wohltuende Wirkung verantwortlich sind.
Jiaogulan (sprich: „Dschiau-gu-lan“) ist eine leicht zu ziehende Rankpflanze aus der Familie der Kürbisgewächse. Die Pflanze wächst in guter Erde schnell, und man kann schon nach wenigen Wochen ernten. Im Herbst zieht sie ein, und treibt aus Rhizomen im nächsten Frühjahr wieder aus. Unsere Pflanzen entstammen einer Herkunft, wo sie bis mindestens -18°C winterhart sind. Aber es ist auch eine Überwinterung im Haus möglich, dann wächst sie das ganze Jahr über.
Der Tee aus den Blättern ist wohlschmeckend, und läßt sich sowohl aus getrockneten, als auch frischen Blättern zubereiten, wobei die frischen Blätter einfach besser schmecken. Mit den jungen, knackigen Triebspitzen lassen sich Salate um eine angenehme, exotische Komponente bereichern. Wenn Sie den Geschmack von echtem Ginseng kennen, werden Sie beim Naschen von den frischen Triebspitzen der Pflanze einen ganz ähnlichen, lakritzartigen Geschmack auf der Zunge haben: Dieser kommt hauptsächlich von den wirksamen Bestandteilen der Pflanze, den Gypenosiden und den Ginsenosiden. Einige von uns in der Gärtnerei verspüren sofort einen willkommenen Energieschub, wenn sie nur ein paar der frischen Blätter naschen.
Als echtes Adaptogen hat Jiaogulan keinerlei Nebenwirkungen im Gebrauch, und wirkt immer ausgleichend, balancierend. Es wird auch Frauenginseng genannt, weil Jiaogulan für Frauen besser verträglich ist.Während Ginseng nur etwa 20 Saponine enthält, sind in Gynostemma über 80 Saponine nachweisbar. Diese Saponine sind natürliche organische Verbindungen, die unter anderem an der Hormonsynthese beteiligt sind.
Hier die beeindruckende Liste der nachgewiesenen Wirkungen:
1. Adaptogen: Jiaogulan verfügt über eine Reihe von ausgleichend wirkenden Saponinen, die teils mit denen von Ginseng (Panax ginseng) chemisch identisch sind, und teils eine eigene Klasse bilden, die Gypenoside. Verhindert stressbedingte Krankheiten.
2. Antioxidans: Es wurde nachgewiesen eine Anregung des wirksamen, körpereigenen Enzyms Superoxiddismutase (SOD), welches ein äußerst wirksames Antioxidans ist.
3. Herzstärkungsmittel: Verbessert die Pumpleistung des Herzens, und damit auch die allgemeine Durchblutung.
4. Gegen Bluthochdruck: Der Blutdruck wird, wie bei Ginseng im normalen Bereich gehalten, zu niedriger Blutdruck wird angehoben.
5. Gegen zuviel Cholesterin: Jiaogulan senkt vor allem den LDL-Spiegel, und auch die Triglyceride. Deshalb auch eine gewichtsreduzierende Wirkung bei Übergewicht.
6. Gegen Schlaganfall und Herzinfarkt: Jiaogulan verhindert die Verklumpung der Blutplättchen, sodaß die Gefahr, daß lebensbedrohliche Blutgerinsel entstehen erheblich sinkt. Wirksam auch präventiv gegen Thrombosen.
7. Immunsystemstärkend: Tätigkeit der Lymphozyten wird gestärkt bei Kranken wie auch bei Gesunden.
8. Blutbildend: Besonders die Bildung weißer Blutkörperchen wird unterstützt. Nützlich zur Rekonvaleszenz nach Chemotherapie oder radiologischer Behandlung.
9. Gegen Diabetes: Senkt Blutzucker und Blutfette.
10. Krebshemmend: Ginsenosid Rh2 ist ein im Ginseng (Panax Ginseng) in einer Menge von 0,001% vorkommendes, besonders tumorhemmendes Glykosid. Gynostemma pentaphyllum enthält auch genau dieses Glykosid - aber in wesentlich größerer Konzentration.
11. Stressabbauend: Ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem: Überdrehte Nerven werden beruhigt, kraftlose wieder angeregt. Die Gesamtheit der Wirkungen bewirkt eine bessere Stressverträglichkeit des Organismus und, bei Sportlern wichtig, eine Steigerung der Ausdauerleistungen.
12. Stoffwechselfördernd: Durch das Zusammenspiel von besserer Kapillar- und Herzdurchblutung, Verbesserung des Blutbildes und anderen Faktoren erklärt sich die stoffwechselanregende Wirkung.
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.... mit freundlicher Genehmigung der Fa. Rühlemann! |
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Löffelkraut
Cochlearia officinalis Nordseeküstenpflanze. Salzliebend. Die aufgrund besonderer Beschaffenheit des Protoplasmas äußerst frostbeständigen, saftigen Blätter können im Winter selbst bei Frost geerntet werden und schmecken scharf wie Kresse. Sie dienten einst wegen des hohen Vitamin-C-Gehaltes Seefahrern als Mittel gegen Skorbut und Folgeerscheinungen...
...... sagt Rühlemanns Kräuter- und Duftpflanzen Katalog!
Wikipedia sagt:
Das Gebräuchliche Löffelkraut (Cochlearia officinalis) gehört zu den Kreuzblütengewächsen (Brassicaceae). Seine Volksnamen sind Bitterkresse, Skorbutkraut, Löffelblättchen, Löffelkresse. Es ist ein nahezu in Vergessenheit geratenes Küchenkraut.
Vorkommen: Es kommt im salzhaltigen Marschland, insbesondere in den höheren Zonen der Salzwiesen am Meer vor. Die Ausbreitung erstreckt sich von den Küsten der Arktis bis in die gemäßigteren Zonen der nördlichen Halbkugel und den Bergen Europas. Zu seinen Verwandten zählen das Englische Löffelkraut (Cochlearia anglica) und das Dänische Löffelkraut (Cochlearia danica). Es gehört zu den ersten Frühjahrsblühern. In seinen Blättern sammelt es das Salz und stößt diese dann nach und nach vertrocknet ab.
Geschichte: Noch vor 300 Jahren war es in fast allen europäischen Gärten heimisch, denn es war eine wirksame Pflanze gegen den Skorbut. Es wurde daher eingesalzen und fässerweise auf Seereisen mitgenommen. Sogar die Wikinger sollen sich diese Eigenschaften auf ihren Seefahrten zunutze gemacht haben.
Anbau: Löffelkraut gedeiht an einem sonnigen Platz ebenso gut wie im Halb- oder Vollschatten. Es benötigt Feuchtigkeit. Man kann Löffelkraut im Frühjahr und im Herbst aussäen, die Samen muss man nur flach auf die Erde drücken und sie keimen nach 21 bis 28 Tagen. Die Pflanzen werden etwa 30 cm hoch und sollten etwa 10 bis 20 cm Abstand zueinander haben. Wer in der Küche einige Blätter benötigt, kann einzelne Blätter auch unter dem Schnee abpflücken, denn es bleibt wintergrün.
Küche: Löffelkraut schmeckt der Kresse (auch eine Art aus der Familie der Kreuzblütengewächse) ähnlich. Es schmeckt zu allen Blattsalaten, Kräuterquark, Kräuterbutter, gelben Rüben und Kartoffeln. Es lässt sich schlecht trocknen, aber gut in Salz einlegen.
Wirkstoffe: Vitamin C, Glucocochlearin, Isothiocyanate, Bitterstoffe, Mineralstoffe, Gerbstoffe, ätherische Öle.
Heilkunde: Löffelkraut hilft gegen Frühjahrsmüdigkeit und Ermüdungen nach großen körperlichen Anstrengungen. Es soll blutstillend bei Blutungen im Mund- und Nasenraum wirken, der Tee der getrockneten Pflanze soll bei Gicht und Rheuma hilfreich sein. Wie der Namensbestandteil "officinalis" zeigt, gehörte die Pflanze früher zum Grundstock der Apotheker
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Bittermelone
Botanischer Name: Momordica charantia [Bittergurke, Balsamapfel, Balsambirne, Karela]
Ein Kürbisgewächs mit erstaunlichen Heilwirkungen! Nach Bratkartoffel oder Pommes schmeckt ein Tee aus getrockneter Bittermelone, der im Moment in Reformhäusern und Apotheken in den vordersten Regalen steht. Warum findet ein so wenig lecker schmeckender Tee (..um es mal milde auszudrücken!) so viel Beachtung? Der Hauptgrund ist, dass alle Pflanzenteile eine stark blutzuckersenkende Wirkung haben. Bittergurke ist zudem eine in vielen asiatischen Ländern geschätzte Gemüsepflanze und gleichzeitg beliebtes Hausmittel bei diversen Beschwerden. Gegessen werden die unreifen, bitteren, aber doch angenehm schmeckenden Früchte.
Die Liste der Heilanwendungen ist lang: blutzucker-, cholesterin- und blutdrucksenkend, durchblutungsfördernd, entzündungshemmend, immunstärkend, Fettverdauung stimulierend, gegen Insektenstiche, Brandwunden, Arthritis, Hepatitis, antibiotisch, antiviral, tumorhemmend. Enthält u.a. ein insulinähnliches Peptid.
Die Pflanze ist leicht zu halten, und sogar ausdauernd, wenn warm überwintert. Die Früchte reifen schneller als man glaubt, und so sollten stets die unreifen Früchte geerntet werden, dann wachsen auch wieder rasch welche nach. Sie werden in typisch asiatischen Gerichten und Salaten mit Zwiebeln, Tomaten, Fleisch oder Eiern zubereitet. Die jüngeren Blätter werden außerdem als curryartig schmeckendes Gewürzkraut genutzt. Eigentlich ist alles von dieser Rankpflanze verwendbar - auch die Samen sind gemahlen ein interessantes Gewürz.
Mit freundlicher Genehmigung von www.ruehlemanns.de |
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Alraune
Botanischer Name: Mandragora off. v. autumnalis
Diese herbstblühende Alraune ist wesentlich winterhärter als die auch schwerer zu kultivierende frühjahrsblühende Form. Gleiche Inhaltsstoffe und Verwendung. Purpurne Blüten, Früchte gelborange. Blätter sind purpur überlaufen. Keimung leicht. Schatten bis Halbschatten.
Hinweis:giftig !
... mit freundl. Genehmigung: www.ruehlemanns.de
Die Gemeine Alraune (Mandragora officinarum) ist eine der Arten aus der Gattung der Alraunen (Mandragora). Sie ist giftig und wurde seit der Antike vor allem wegen ihrer besonderen Wurzelform, die der menschlichen Gestalt ähneln kann, als Zauberpflanze eingeschätzt.
Beschreibung: Die Gemeine Alraune ist eine mehrjährige Pflanze mit einer bis zu 60 Zentimeter, vereinzelt bis zu einen Meter langen, dicken, knolligen und tief gespaltenen Wurzel, die wiederum sehr kräftige Seitenwurzeln hat. Die stängellose Blattrosette besteht aus gestielten, dunkelgrünen und unbehaarten eiförmigen bis eilanzettlichen Blättern von runzeliger Oberfläche, die bis zu 50 cm lang werden können und sich am Rande kräuseln.
Die glockenförmigen Blüten sind weißlich-grün bis gelblich mit schmal dreieckigen Lappen und zahlreich in der Mitte der Blätter angeordnet. Nach der Blütezeit von März bis Mai reifen die etwa pflaumengroßen, reif gelb bis gelborangenen, kugeligen Früchte heran.Sie gehört zur Familie der Solanaceae, der Nachtschattengewächse wie zum Beispiel die Tollkirsche, Engelstrompete und Bilsenkraut.
Verbreitung: Gemeine Alraunen finden sich wild nur in Norditalien, Kroatien und Bosnien. Sie ist eine Ödlandbewohnerin, die trockene, sonnige bis halbschattige Standorte auf leichtem Sandboden bevorzugt.
Verwendung: Die Alraune enthält die Alkaloide Atropin, Scopolamin und Hioscyamin. Sie wurde früher als Narkotikum und schmerzstillendes Mittel, teilweise als halluzinogene Droge genutzt und wurde in Rezepten für angebliche Hexensalben häufig als Zutat erwähnt. Vom Gebrauch ist jedoch dringend abzuraten, da Bereitungen der Pflanze schwerste Nebenwirkungen haben können (Herzrasen, Schüttelfrost, Fieber, extreme Nervosität, schweres Erbrechen, schwerer Durchfall, in Einzelfällen tödliche Vergiftung).
Die Vergiftungssymptome umfassen Hautrötung, trockener Mund, Unruhe, Schläfrigkeit und/oder Halluzinationen, Verwirrtheit, Pupillenerweiterung, Herzrhythmusstörungen sowie komatöse Zustände und Bewusstlosigkeit bis hin zu Tod durch Atemlähmung.
Die Rauschwirkung kann mehrere Tage bis zu einer Woche anhalten.
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